6 Tipps wie man erfolgreich einen Youtube Kanal aufbaut

6 Tipps wie man erfolgreich einen Youtube Kanal aufbaut

Gastbeitrag von Michaela Engelshowe – YouTube Expertin und Coach

Hallo, mein Name ist Michaela Engelshowe und ich bin Inhaberin der Agentur „Die Netz WG“, die sich auf den Aufbau von YouTube-Kanälen für Marken spezialisiert hat. Auf meinem Blog bekommst du wöchentlichen Input zum Thema Wachstum auf YouTube. Mein Spezialwissen: ohne Mediabudget Reichweite aufbauen! Wie das funktioniert? Dazu muss man den YouTube-Algorithmus verstehen.

Ein paar der wichtigsten Fragen für den Algorithmus kläre ich jetzt mit Euch:

Wie kann man als Startup mit YouTube anfangen?

Um auf YouTube erfolgreich zu sein, braucht es nicht immer „Hochglanzformate“ oder aufwendig gedrehte Werbespots. Der Erfolg macht sich bemerkbar, wenn ihr Videos und Formate dreht, die einen Mehrwert für die Zuschauer schaffen und deren Probleme lösen.

Schlagwort hier ist Content-Marketing.

Meine besten Tipps:

Tipp Nr. 1: Fangt einfach an!

Das klingt sehr simpel, ist für die meisten aber dennoch die größte Hürde!

Mein Motto: Better done than perfect! Aus jedem Video sollte man lernen und sich in den Analytics anschauen, was funktioniert hat und was nicht. Und dann immer nur noch die Art von Videos senden, die funktionieren.

Tipp Nr. 2: Teilt Euren Content!

Die meisten unterschätzen am Anfang, dass jede Aktivität auf den Videos die Wertigkeit für den Algorithmus beeinflussen kann. Deswegen seid stolz auf Euren Content und teilt ihn auf allen Social Media Kanälen, die zur Verfügung stehen.

Hier gilt das Motto: Viel hilft viel!

Tipp Nr. 3: Fokussiert Euch auf ein Thema!

Für die meisten eine Challenge, dennoch ist es so, dass Euer Kanal besser startet, wenn Ihr eine klare Nische bedient. Besonders Euer Archiv wird dadurch stärker.

Tipp Nr. 4: Befolgt das Youtube Basics 1×1

Was meine ich mit Basics?

  • habt gute Thumbnails: klare Kontraste, gut lesbar, erzählt im besten Fall eine Geschichte
  • schreibt klickbare Titel, am besten eine Mischung aus Schlagzeile und SEO
  • betreibt Keyword Research, bedenkt, dass jeder Kanal Ranking Faktoren hat und kleine Kanäle nicht für starke Keywords ranken können.
  • achtet auf Eure Zuschauerbindung

Tipp Nr. 5: Habt eine gute Content-Strategie

Achtet darauf, dass der Content Mehrwert für den Zuschauer bietet. Was kann der Mehrwert sein? Hier müsst Ihr Euch kritisch mit Eurem Content auseinandersetzen. Ist dieser hilfreich für den Zuschauer? Ist er unterhaltsam? Lauft nicht in die Falle, dass Ihr zu werbliche Videos macht, je höher der Mehrwert ist, umso länger wird der Zuschauer sich freiwillig eure Videos anschauen. Hier könnt Ihr vielleicht aus der Firmenhistorie schon starke Themenfelder ableiten, von denen Ihr wisst, dass sie stark gefragt sind. Je besser Ihr hier aufgestellt seid, desto schneller wird der Kanal wachsen. Die inhaltliche Strategie ist das A und O.

Tipp Nr. 6: Seid konsequent!

YouTube ist ein Marathon. Wachstum kommt nur mit Konsequenz. Ihr solltet auf jeden Fall lange durchhalten und damit meine ich nicht wenige Wochen sondern Monate. Schaut Euch vorher genau an, wieviel Zeit ihr für das Projekt einplanen könnt und richtet Euren Uploadplan darauf aus. Alleine mit Regelmässigkeit kann man schon viel erreichen.

Ist YouTube überhaupt der richtige Kanal?

YouTube ist der richtige Kanal für Euch, wenn Ihr mehr Sichtbarkeit erreichen möchtest. YouTube ist immerhin die zweitgrößte Suchmaschine der Welt. Ich beobachte auch gerade den Trend, dass immer mehr Zugriffe über die Google Suche direkt auf den einzelnen YouTube Videos landen. Google macht für Videocontent ganz oben in der Suche mittlerweile extra Platz und positioniert diese sehr prominent. Hier kann man mit gutem SEO sehr gut Sichtbarkeit erreichen und so zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

YouTube kostet jedoch viel Zeit. Euch sollte bewusst sein, dass YouTube ein Langzeitprojekt ist, das vor allem regelmäßig bespielt werden muss.

Welche Vorteile bietet YouTube im Vergleich zu anderen Social Media Kanälen?

Wie schon oben erwähnt ist YouTube die zweitgrößte Suchmaschine der Welt. Menschen gehen gezielt auf YouTube, um Content zu Themen zu finden, die sie interessieren. Daher auch mein Ratschlag in Eurem Thema sich sehr spitz, nischig und genau positioniert aufzustellen. Das mag YouTube und das mögen auch die Zuschauer. Je klarer allen ist, was sie bei Euch bekommen, desto besser funktioniert Euer Kanal. Video gehört die Zukunft und YouTube wird mittlerweile als Alternative zum Fernsehen gesehen. Wenn es Euch gelingt, einen Kanal zu etablieren, dann habt ihr gratis Reichweite, die zehntausende Menschen erreicht.

Wie kann ich als Unternehmen auf YouTube wachsen?

Wichtig ist vor allem, dass man wie ein YouTube Creator auch den Algorithmus versteht und verschiedene Messwerte aus den Analytics beachtet. Wenn man hier immer wieder den Content optimiert wird sich Wachstum einstellen.

Die wichtigsten YouTube Analytics Messwerte

YouTube Analytics: Echtzeit Views

Diesen Messwert sollte man sich im besten Fall täglich ansehen. Die Echtzeit Views verraten, sobald sich etwas im Kanal verändert. Gibt es Anomalien? Überperformt ein Video gerade besonders gut? Hier hat man den Überblick!

YouTube Analytics: Wiedergabezeit

Die Wiedergabezeit ist ebenfalls ein Messwert, den man bei YouTube Analytics im Auge behalten sollte. Er ist nicht nur wichtig für die Aufrufzahlen, die man dort sieht, sondern in Kombination mit der Frage: Wie lange haben die Zuschauer das Video geschaut?

YouTube geht es nicht um Klicks, sondern um geschaute Minuten!

YouTube Analytics: Zuschauerbindung

Mit der Wiedergabezeit in Zusammenhang steht die Zuschauerbindung. Die Zuschauerbindung verrät dem Algorithmus, wieviel des Videos, welches bereit gestellt wird, von den Zuschauern tatsächlich konsumiert wird. Je mehr das ist, natürlich umso besser.

YouTube Analytics: Zugriffsquellen

Die Zugriffsquellen ist einer der wichtigsten Messwerte, die man IMMER beobachten sollte. Hier kann man genau sehen, woher die Zuschauer kommen. Kommen sie über die Suche? Über ein Abo? Kommen sie durch die Startseite? Kommen sie durch Videovorschläge? Durch die Analyse dieses Verhältnisses sieht man, wo man noch Verbesserungsbedarf hat.

Wenn Ihr mehr darüber wissen wollt, wie das System YouTube funktioniert, dann meldet Euch gerne bei meiner kostenlosen YouTube Challenge an. Folgt mir auf Instagram oder kommt in meine Facebook Gruppe.

Aktuell ist auch mein Onlinekurs „YouTube Business Booster“ wieder für kurze Zeit erhältlich. Im Business Booster lernt Ihr, wie Ihr Euren Content perfekt optimieren und den Algorithmus so für Euch nutzen könnt, dass Eure Videos endlich ihre verdienten Zuschauer bekommen!

Ich hoffe, Ihr seht nun etwas klarer!

Euer YouTube Coach Michaela Engelshowe

Unternehmens-Texte – selbst schreiben oder schreiben lassen?

Unternehmens-Texte – selbst schreiben oder schreiben lassen?

Gastbeitrag von Simone Maader

Schreiben kann doch jedes Kind. Eine gut ausgebildete Assistenz allemal. Ist es also notwendig, dass Du Deine Texte schreiben lässt? Manchmal schon. Spätestens, wenn es an Zeit mangelt, ist externe Hilfe gefragt. Es gibt aber noch mehr Gründe, warum es für Dich und Dein Unternehmen sinnvoll sein kann, Texte von Profis verfassen zu lassen.

Während Start-ups oft schreib-begeisterte Studierende beauftragen, sind es in kleinen Betrieben des Mittelstandes die Ehefrauen, Töchter oder Assistentinnen, die gebeten werden, „mal was zu schreiben“. Das kann die Pressemitteilung für die örtliche Zeitung sein, aber auch ein neuer Text für die Website, für den Flyer oder eine Produktbeschreibung.

Die Grundannahme in den meisten Unternehmen ist: Wer ein wenig Sprachgefühl besitzt, Rechtschreibung und Grammatik beherrscht, der wird das schon gut machen. Ja, da ist etwas dran, natürlich sind diese Aspekte wichtig. Aber es kommt noch etwas ganz Wesentliches dazu: das Verkaufen.

Wenn Du in der multimedialen Flut positiv auffallen willst, brauchst Du mehr als nur fehlerfreie Texte.

Flyer liegen an jeder Ecke herum, Zeitungsredaktionen werden mit Pressemitteilungen geflutet und im Internet wird aufgrund der schieren Masse mehr gescannt als gelesen. Für mich als Texterin ist jeder Unternehmenstext ein Marketing- oder Werbetext, denn Du verkaufst mit jedem Wort auch ein Stück Deines Unternehmens. Das beginnt mit der täglichen E-Mail-Korrespondenz und gilt noch viel mehr für Website-Texte, Newsletter oder Werbebriefe.

Dass Deine Internetseiten für die mobile Ansicht optimiert sind und ein durchdachtes Corporate Design existiert, setze ich z. B. voraus. Aber Texte müssen nachhaltig wirken, sie sollen überzeugen, begeistern, zum Kauf oder zur Kontaktaufnahme anregen. Eine schöne Optik und eine einwandfreie Rechtschreibung allein bringen keine Konversion.

Du brauchst eine Unternehmenssprache, die Werte transportiert und auf Deine Ziele sowie auf Deine Zielgruppe zugeschnitten ist.

Corporate Language heißt das Stichwort. An dieser Stelle Klarheit zu haben, macht den Unterschied. Vor allem, wenn Du Deine Unternehmenstexte selbst formulierst oder inhouse schreiben lässt. Aber auch, wenn Du externe Texter*innen briefst.

Der zweite wichtige Aspekt ist die Suchmaschinenoptimierung (SEO).

Keinen meiner Blogartikel darf ich so oft aktualisieren, wie den über die Basics der OnPage-SEO, also den Teil der Suchmaschinenoptimierung, den man direkt mit seinen Texten beeinflussen kann. Warum? Weil sich ständig etwas ändert. Google ist sehr einfallsreich, wenn es darum geht, den Usern möglichst passend Suchergebnisse anzubieten. Hinzu kommt, dass sich Suchanfragen Stück für Stück in Richtung Sprachsuche verschieben. SEO ist immer in Bewegung.

Meistens hapert es aber bereits bei den Grundlagen. Wichtige Teile einer Website werden mit gutgemeinten Nettigkeiten wie „Herzlich willkommen“ oder „Schön, dass Sie uns gefunden haben“ verplempert.

Aussagen ohne relevanten Inhalt haben im Seitentitel, in der Meta-Beschreibung und in der Haupt-Überschrift der Website wirklich nichts verloren.

Suchmaschinen können mit Phrasen, aber auch mit Animationen und Bildern nichts anfangen. Sie brauchen Text mit sinnvollem Inhalt (also relevanten Content, möglichst mit Keyword-Optimierung). Deshalb wissen Text-Profis, dass es darauf ankommt, Suchmaschinen und Lesern auf den ersten Blick zu sagen, worum es auf Deiner Seite geht, was Du tust und für wen.

Gute Texter*innen und Redakteur*innen für Unternehmenskommunikation sind also auch in technischen Fragen fit und immer auf dem aktuellen Stand. Wenn Du niemanden im Unternehmen hast, der auf diesem Gebiet kompetent ist, dann investiere in regelmäßige Fortbildungen oder lasse einen Profi Deine Internettexte schreiben.

Der dritte Aspekt ist die Verkaufspsychologie

Wann hast Du zuletzt ein Produkt gekauft oder eine Dienstleistung gebucht, gleich nachdem sie eine Website geöffnet oder eine Werbeanzeige gesehen haben? Eben. Wir vergleichen, prüfen, warten, wägen ab … Selten resultiert aus dem Erstkontakt ein Kauf. Im Schnitt sind sieben Kontakte notwendig, damit jemand tatsächlich etwas kauft oder bucht. Manchmal sind es weniger, oft sogar deutlich mehr.

Vor allem Unternehmen, die Dienstleistungen verkaufen oder im Informationssektor tätig sind (Hightech, Kommunikationstechnik, Beratung), sind darauf angewiesen, Menschen auf ihrem langen Weg bis zum Kauf zu begleiten.

Text-Profis berücksichtigen diese Customer Journey (die Kundenreise) und wissen, welche Inhalte in welcher Phase, welche Worte an welcher Stelle entscheidend sind. Unternehmen vergessen zum Beispiel oft den Call-to-Action, die Handlungsaufforderung. Dabei ist es enorm wichtig, Leser*innen oder Websitebesucher*innen zu sagen, was sie tun sollen:

Wie kommen wir am besten in Kontakt? Wo kann ich einen Termin vereinbaren? Gibt es ein Geschenk, freien Eintritt oder ein Probe-Exemplar? Kann ich einen Newsletter abonnieren?

Im Internet geht vieles husch, husch. Wer auf einer Website nicht sofort findet, was sucht oder weiß, was er tun soll, der ist sehr schnell weg und kommt selten wieder zurück. Mit Flyern ist es ganz ähnlich. Wenn nicht auf den ersten Blick klar ist, was ich von dem Zettel habe, landet er im Mülleimer.

Fazit: Texte verbinden Ihr Unternehmen mit Ihren Kundinnen und Kunden auf unterschiedliche Weise.

Deshalb ist es nicht wichtig, wer Deine Texte schreibt. Entscheidend ist: Die Person kann schreiben, sich in andere Menschen hineinversetzen, ist auf dem aktuellen Stand der Technik und versteht auch noch viel von Marketing und Werbe-Psychologie.

Ob Du Dir das alles selbst beibringst, Deine Mitarbeitenden in entsprechende Schulungen schickst oder einen passenden Profi die Texte schreiben lässt, ist Deine Entscheidung. Möglich ist alles, die Frage ist einfach, was im Einzelfall für Ihr Unternehmen sinnvoll ist.

Klar ist nur: Tadellose Rechtschreibung und Grammatik allein reichen heute nicht mehr aus, um mit Unternehmenstexten Erfolg zu haben.

[divider height=“30″ style=“default“ line=“default“ themecolor=“1″]

Simone Maader

Simone Maader

Simone Maader unterstützt Selbstständige und kleine Betriebe aus dem Mittelstand dabei, Botschaften so zu formulieren und zu verbreiten, dass sie bei der Zielgruppe wirklich ankommen. Ihr Ziel ist es, den Charakter eines Unternehmens mit Worten einzufangen und stimmige Inhalte zu entwickeln – für mehr Leser, mehr Follower, mehr Kunden. Mit Text, Content-Strategie und Redaktionsplan bringt sie Klarheit und Leichtigkeit in die Unternehmenskommunikation.

„Kann ich als Laie eine professionelle Website erstellen?“

„Kann ich als Laie eine professionelle Website erstellen?“

Gastbeitrag von Aline Sommer

Diese Frage habe ich in einem Forum entdeckt. So oder so ähnlich werde ich oft gefragt. Also ob es möglich ist, eine gute Webseite* selber zu bauen, auch wenn man keine Ahnung hat. Vor allem Freiberufler, aber auch Startups und wollen sich die Kosten für den Internetauftritt sparen.

Da beißt sich oft die Maus in den Schwanz: Startups und Neugründungen brauchen eine professionelle Webseite, aber gleichzeitig ist das Budget begrenzt. Da denken viele ans Selbermachen.

Schaut man sich die Google-Ergebnisse an, dann scheint es so, dass jeder eine Webseite problemlos selbst bauen kann. Vor allem die Baukastenanbieter werben mit günstigen oder kostenlosen Webseiten, die der Laie auch ohne technische Kenntnisse hinbekommt.

Deshalb wundere ich mich schon lange nicht mehr, dass viele denken, so eine Webseite ist ein Kinderspiel. Dumpingangebote auf MyHammer tun ihr Übriges.

Andere Berufsgruppen erleben den „Kann-ich-selber-genauso-gut-machen-Trend“ auch. Beispiele aus meinem Arbeitsalltag: „Die Bilder für die Webseite schießt mein Mann.“ „Die Texte kann die Azubine schreiben“.

Im Prinzip kann jeder alles selber machen. Aber um welchen Preis? Doch zurück zum Thema:

Kann der Laie eine gescheite Webseite erstellen?

Ich möchte die Frage anhand von einigen Argumenten näher untersuchen. Doch zuerst will ich klären, worum es eigentlich geht.

Was ist eine professionelle Webseite?

Kurze Antwort: Eine Webseite die von den angesprochenen Kunden gefunden wird und seinen Zweck erfüllt.

Aus meiner Arbeit weiß ich, dass der Laie das schlecht oder gar nicht einschätzen kann. Eine Homepage wird als „gut“ empfunden, wenn sie dem neuesten Designtrend entspricht.

Selbst viele Startups mit frischem Businessplan und Marketing-Knowhow sind in Sachen Homepage und Onlinemarketing unbeholfen. Insbesondere der Zusammenhang zwischen Webinhalt, relevanten Keywords und dem „Gefunden-Werden“, ist vielen nicht klar. Frei nach dem Motto: „Ich habe doch eine Webseite, also muss ich gefunden werden“. Dass es nicht so ist, und worauf es beim Inhalt ankommt, habe ich in diesem Artikel über SEO mal näher beschrieben.

Doch zurück zur Website-Qualität.

Eine Webseite ist professionell, wenn

  • die Kunden / Zielgruppen die Antworten / auf ihre Fragen und die Erfüllung ihrer Bedürfnisse finden,
  • die Inhalte so präsentiert werden, dass Google sie leicht auslesen kann,
  • sie entsprechend der DSGVO rechtssicher ist,
  • sie für den User ansprechend gestaltet ist,
  • sie technisch einwandfrei funktioniert und
  • den User zum „Handeln“ animiert (Call to Action).

Sind Dir die Punkte plausibel? Falls ja, hättest Du sie so oder so ähnlich priorisiert?

Schauen wir mal in die einzelnen Punkte näher rein.

Die Inhalte einer Webseite müssen dem User gefallen.

In der Praxis und in meinen Workshops merke ich immer wieder, dass dies anscheinend eine große Herausforderung ist: Sein eigenes Business aus der Vogelperspektive zu betrachten und von der Angebotssicht auf die Nachfragesicht zu wechseln. Junge Unternehmen kennen oft den Markt noch nicht gut genug.

Das ist wichtig: Der Webuser sollte auf den ersten Blick erkennen, worum es bei der Webseite geht und was angeboten wird. Dafür sind eine klare Struktur und gut lesbare Inhalte notwendig. Ebenso eine schnörkellose, aktive Sprache, ohne Füllwörter und Phrasen. Fließtexte mit prägnanten Zwischenüberschriften und Aufzählungen sollten sich abwechseln.

Idealerweise werden die Inhalte mit ansprechenden, professionellen Bildern angereichert. Auch Filme, Podcasts, Grafiken, Downloads sorgen, wenn zielgruppenentsprechend eingesetzt, für Abwechslung.

Ist das für einen Laien umsetzbar? Eventuell. Wer sich gut strukturiert, ganz klar seinen Fokus kennt, kann sicher auch eine Webseite strukturieren. Wer gut schreiben kann, schreibt unter Umständen auch gute Webtexte.

Trotzdem bleibt bei mir ein wenig Skepsis.

Die Inhalte auf der Webseite müssen so präsentiert werden, dass Google sie leicht auslesen kann.

Die Kunst nennt man im Webdesign Suchmaschinenoptimierung. Um genau zu sein Onpage-Optimierung. Dazu solltest Du über die wichtigsten Rankingfaktoren von Google Bescheid wissen und diese, soweit es geht, bei der Erstellung der Webseite beachten.

Die Suchmaschinenoptimierung ist Teil des Webkonzepts und vor allem für junge Unternehmen und Startups sind eine ordentliche Zielgruppen- und Keyword-Analyse wichtig.

Kann das der Laie? Eher unwahrscheinlich. Zwar gibt es einige empfehlenswerte Bücher zum Thema, aber SEO-Wissen eignest Dir nicht mal ebenso an. Das Wissen ist das eine, die Umsetzung das andere.

Die Webseite muss entsprechend der DSGVO rechtssicher sein.

Das Jahr 2018 war das Jahr der aufstöhnenden Webmaster. Die Angst vor Abmahnungen, Halbwissen und Rechtsunsicherheit führten dazu, dass die Webbranche brodelte. Und das hat einen Grund. Wer eine Webseite rechtssicher gestalten möchte, muss über die gesetzlichen Vorgaben Bescheid wissen und sie auch anwenden können.

Sprich derjenige, der eine Webseite baut, muss sich mit der Technik UND mit dem Internetrecht auskennen. Welche Daten werden wo verarbeitet? Gleichzeitig darf der Webmaster keine Rechtsberatung geben und darf keine eigenen Rechtstexte erstellen. Aber viele Anwälte kennen sich nicht mit Webtechnologien aus… Das Ganze ist ganz schön unübersichtlich.

Kann der Laie die DSGVO?

Ja, für eine kleine Webseite, über die (fast) keine personenbezogenen Daten laufen. Wahrscheinlich wirst Du Dir trotzdem fachliche Hilfe suchen oder zumindest einen guten Impressum- und Datenschutzgenerator.

Die Webseite muss ansprechend gestaltet sein.

Das Layout einer Webseite ist sehr wichtig. Gleichzeitig war das noch nie einfacher. Selbst Webseiten, die mit Baukästen erstellt werden, sind i.d.R. schick und erfüllen die modernen Anforderungen an das Design.

Letztendlich kommt es aber auf die Füllung an. Wer eine ansprechende Webseite haben will, sollte ein gutes Auge für Aufteilungen, Farben und Schriften haben. Mit einem sogenannte Layout-Builder ist die Gestaltung sehr einfach. Doch aufgepasst, wer so etwas zum ersten Mal macht, wird sehr viel Zeit benötigen.

Ist das machbar für Laien? Ein klares Ja. Aber unter der Voraussetzung, dass das gesamte Material vorliegt, dass der Webgestalter sich mit Bildern und Bildformaten und SEO (siehe oben) auskennt und vor allem ordentlich Zeit mitbringt.

Eine Website muss technisch einwandfrei funktionieren.

Eine gute Technik ist heute Voraussetzung und mit CMS und Baukästen relativ einfach umsetzbar. Schwieriger wird es bei Shops oder bei Websites, die anspruchsvolle Anwendungen haben. Wer selbst eine Webseite gestalten will, sollte keine Angst vor der Technik haben und die Motivation mitbringen, sich ein wenig tiefer in die Materie einzuarbeiten.

Also ist es für Laien machbar? Ja, wenn man Lust hat, sich mit der Webtechnik etwas eingehender zu beschäftigen und / oder wenn es sich um einfache Projekte, z.B. Webseiten mit einem Baukasten handelt.

Eine Webseite muss den User zum „Handeln“ animieren (Call to Action).

Was nützt eine schicke Webseite, wenn der User nicht zum Käufer wird? Klar muss es den berühmten Call to Action in Form eines Shops, Formulars oder ansprechender Kontaktseiten geben.

Und, ist das für Autodidakten umsetzbar? Ja. Wenn man weiß, was man anbietet und verkaufen will, sollte dieser Punkt zumindest für einfache Webprojekte auch ohne Hilfe umsetzbar sein.

Fazit: Kann ich mir selber eine professionelle Webseite gestalten?

Jein

Meine Antwort: Ja, aber… Um eine professionelle Webseite zu gestalten ist sehr viel Wissen erforderlich, welches Du Dir nicht auf die Schnelle aneignen kannst. Der Zeitfaktor ist also wichtig. Wer keine Zeit hat und noch nie vorher mit einer Webseite in Berührung kam, dem rate ich davon ab.

Auch wenn die eigene Webseite „billiger“ ist, selbst für Kunden mit knappem Budget rechnet es sich oft, eine professionelle Webseite von einem Profi erstellen zu lassen. Der professionelle Anbieter ist viel schneller, kennt sich mit SEO und Internetrecht aus, und das macht sich unterm Strich bezahlt.

Meine Tipps zum Vorgehen

  • Mach Dir ein Konzept, in dem klar steht, was die Webseite können soll
  • Wann soll sie fertig sein?
  • Kläre, ob Du in der Lage bist, professionelle / Texte / Bilder / weitere Inhalte zu erstellen oder erstellen zu lassen.
  • Überlege, ob Du bereit bist zu lernen und Dich in neues Wissen einzulernen.
  • Kläre ganz konkret, wie viel Zeit Du für die Erstellung zur Verfügung hast.
  • Entscheide dann, ob es realistisch ist, die Webseite selber zu machen.

Falls ja, viel Erfolg. Wenn nicht, dann such Dir einen guten Partner mit passenden Referenzen und mit dem die Chemie stimmt.

[divider height=“30″ style=“default“ line=“default“ themecolor=“1″]

Bergiff der Webseite* Eigentlich heißt es Website. Allerdings wurde aus dem englischen Wort Website das deutsche Wort Webseite. Daher verwende ich den umgangssprachlichen Begriff der Webseite, und meine damit eine Webseite mit allen dazugehörigen Unterseiten.

[divider height=“30″ style=“default“ line=“default“ themecolor=“1″]

Aline Sommer

Aline Sommer ist Marketing- und Contentberaterin. Sie wohnt am Bodensee und hilft Unternehmen in ganz Deutschland, Startups und Freelancern die passende Marketingstrategie zu finden und umzusetzen. Aline liebt Webseiten mit guten Inhalten, die gefunden werden und organisiert Workshops und Schulungen zum Thema WordPress und Content.

 

 

Wunschkunden Workbook

Keine Lust mehr, Dich ewig abzumühen und trotzdem online nicht sichtbar zu sein?

Weißt Du denn überhaupt, wen Du online erreichen möchtest? Nein? Dann hol Dir jetzt mein kostenloses Wunschkunden Workbook - dann mußt Du nie wieder rätseln!

 

Melde Dich hier für meinen Newsletter an und erhalte wöchentliche Impulse zum Thema Personal Branding, Marketing und Sichtbarkeit! 

Als Dankeschön bekommst Du mein Wunschkunden Workbook. 

Vielen Dank für Deine Anmeldung!