Sind wir Frauen durch die Coronakrise wieder an den Herd zurückkatapultiert worden? Sind Jahrzehnte der Emanzipation einfach weggewischt?

Anfang Mai hat mich das Emotion Magazin genau zu diesen Fragen interviewt und ich durfte meinen Blick auf die vergangenen Monate und meine Meinung zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf teilen. Allerdings hatte mich diese Fragestellung allein total aus dem Konzept gebracht und ich habe für mich nochmal meine eigene Geschichte Revue passieren lassen. Ich möchte Frauen Mut machen und teile meine Top 3 Learnings aus meinem Karriereknick nach den Kindern. Außerdem teile ich meine Antwort darauf, was Frauen jetzt in dieser Krise lernen sollten, mit Dir in diesem Blogartikel.

 

Wie Du als Frau als Deine Chancen nutzen kannst

Im Mai wurde ich vom Emotion Magazin zu der Frage interviewt, wie Du während der Corona Krise als Frau Deine Chancen nutzen kannst. Und mir ist während des Interviews mal wieder klar geworden, dass sich in unserem Land noch immer Vieles tun muss, damit wir Frauen gleichberechtigt und frei sind.

Nun liegt ja die Hochzeit der Krise schon eine Weile hinter uns und trotzdem begleitet sie uns trotz Lockerungen noch täglich. Wir alle versuchen, uns in diesem neuen Normal zurecht zu finden. Gerade sind, zumindest in einigen Bundesländern, noch Sommerferien und keiner weiss, wie das neue Schuljahr starten wird. Für uns Mütter eine unsichere Zukunft.

Ich habe viele Frauen in meiner Community, die nebenberuflich selbstständig sind und für Euch sind meine Tipps, wie eine Gehaltsverhandlung trotz Corona erfolgreich sein und ein Jobwechsel auch in dieser Zeit gelingen kann, absolut wertvoll. Also schaut gerne mal im Artikel dazu vorbei.

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Die Situation als Chance sehen

Dann hat mich das Emotion-Magazin  noch gefragt, was Frauen jetzt lernen sollten. Meine Antwort darauf war, diese Situation als Chance zu sehen. Und versichert zu sein, dass auch das irgendwann vergehen wird. Und irgendwann haben wir uns in der neuen Situation zurechtgefunden! Jede Veränderung ist am Anfang schwer und wir wünschen uns die «gute alte Zeit» zurück. Wir versuchen es erst mal damit, so zu tun, als wäre es gar keine neue Situation und irgendwann alles wieder «beim Alten» ist. Aber irgendwann kommt die Erkenntnis, dass wir jetzt in einer neuen Zeit sind und dann kommt die Akzeptanz!

Dieses Interview hat mir vor Augen geführt, wie wichtig es nach wie vor ist, dass wir Frauen uns trauen, unsere Rechte einzufordern. Ich tendiere ja auch dazu, alle Aufgaben zu Hause an mich zu reißen und meinem Mann den Rücken freizuhalten. Aber auch ich habe einen Rücken, der frei gehalten werden muss. Ich habe ein eigenes Business und nur, weil ich mir meine Zeit frei einteilen kann, heißt das nicht, dass ich weniger wert bin oder weniger Zeit brauche. Von „Me-Time“, also Zeit für mich, ganz abgesehen! Ich habe so viele Frauen während des Lockdown beobachtet, die sich komplett zurück gezogen und sich und ihre Wünsche und Träume komplett hinter der Familie und dem Mann zurück gestellt haben. Klar, war es eine Ausnahmesituation, aber wo bitteschön ist unser Selbstbewusstsein hin? Ich habe im Artikel „Eine Frau trägt nicht dick auf. Stimmt!“ bereits darüber geschrieben, wie ich aufgewachsen bin und ich glaube, dass viele Frauen in meiner Generation und unmittelbar danach wirklich ein Mindset Problem haben und sich selbst immer hinten anstellen!

 

Warum ich Frauen Mut machen möchte

Und mein WHY ist es, Frauen Mut zu machen, sich selbst und ihre Bedürfnisse ernst zu nehmen und sich selbst mit der Familie und dem Partner auf eine Stufe zu stellen.

Ich bin beispielsweise sechs Monate nach der Geburt meiner Tochter wieder Vollzeit in meinen alten Job zurück gekehrt. Ich dachte, es hat sich ja nicht wirklich viel verändert. So ein Quatsch. Mein Leben hatte sich komplett verändert und alles war neu. Ich habe geackert, wie eine Blöde: im Job noch mehr Gas gegeben, zu Hause den Haushalt und Einkauf gewuppt, meine Tochter täglich in die Kita gebracht und wieder abgeholt und praktisch mein ganzes Leben auf meine Familie ausgerichtet. Ich selbst kam zu kurz und hatte keine Zeit mehr für mich. Ich war ständig müde, völlig ausgelaugt und hatte das Gefühl, zu versagen: als Mama, als Angestellte, als Ehefrau! Und für mich selbst habe ich mir keine Zeit genommen! Ich habe stattdessen nur nach den anderen geschaut.

Tja, nach knapp 1,5 Jahren war ich dann am Ende! Ich verliess meinen Job und erlitt einen echten Karriereknick. Denn als ich nach der Pause wieder an meinen alten Erfolg anknüpfen wollte, fand ich erst mal nur einen Assistenzjob in Teilzeit. Wie ernüchternd. Und mein Selbstwertgefühl war im Keller! Und das alles passierte im Jahr 2016 und nicht 1966,

 

Meine 3 Learnings aus meinem Karriereknick nach den Kindern

Ich habe 3 wichtige Learnings aus dieser Zeit gezogen und die möchte ich gerne mit Dir teilen:

  1. Learning – Ich kann es nicht jedem Recht machen
    Dieses Learning tat weh und war auch nicht leicht für mich zu akzeptieren. Denn ich tendiere einfach dazu, es allen recht machen zu wollen und mich dabei zu vergessen. Als ich es geschafft habe, das zu akteptieren, fiel mir allerdings vieles leichter. Inzwischen habe ich Prioriäten gesetzt und weiß ganz genau, wann etwas für mich möglich ist und wann nicht. Übrigens habe ich es auch verstanden, dass ich es NICHT jedem recht machen muss. Ich habe also mit meinen eigenen Erwartungen an mich aufgeräumt.
  2. Learning – Wenn ich mich selbst immer klein halte, wie kann dann jemand anderes das Potential in mir sehen?
    Oder anders gefragt: Wenn ich mich immer zurücknehme, wie soll dann irgendjemand anders merken, dass ich nach wie vor noch Ambitionen habe mich beruflich zu verwirklichen? Es kann keiner in Deinen Kopf reinschauen und riechen, was Du denkst und was Dir wichtig ist. An dieser Stelle mein Rat an Dich: Zeig und sprich darüber, was Du Dir wünschst und vorstellst. Mach Dich nicht selber klein!
  3. Learning – Ich muss meine Bedürfnisse ernst nehmen, damit ich sie auch einfordern kann und ich für mich selbst an erster Stelle stehe
    Das war mein schwerstes Learning, weil ich meine Bedürfnisse überhaupt nicht ernst genommen habe. Sport habe ich zum Beispiel nur gemacht, wenn ich eben Zeit dafür hatte. Das, was ich mir selber vorgestellt und gewünscht habe, habe ich immer hinten angestellt. Inzwischen habe ich jedoch gelernt, dass ich mich selbst an die erste Stelle stellen muss. Wenn ich mir selbst gegenüber heute ein Versprechen gebe, dann halte ich dies auch. Heute ist so, dass, wenn ich mir selber verspreche dreimal die Woche Sport zu machen, weil es mir gut tut, dann mache ich das auch. Dafür stehe ich ein und dadurch geht es meiner ganzen Familie besser, weil ich viel ausgeglichener bin.

Wenn ich eins aus meinem eigenen Karriereknick auf Grund der Kinder gelernt habe, dann dass ich ebenso etwas leisten möchte und mich selbst nicht verlieren will, egal, wie die Umstände sind. Und ich weiss, dass jede Frau mutig und stark ist, wenn sie es nur will, wenn sie allem voran für sich selbst einsteht!

 

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Nicole Wehn

Ich bin Nicole und ich liebe das Marketing, insbesondere Personal Branding. Ich helfe Unternehmern und Selbstständigen, sich klar als Personenmarke zu positionieren, sich von ihren Mitbewerbern abzuheben und so mehr Sichtbarkeit, mehr Reichweite und ultimativ mehr Kunden zu erreichen.

 

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